| kitty_kitsune ( @ 2009-09-17 18:09:00 |
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14.09.09 - Taro
Vielleicht habt ihr es schon bei meine Mum,
slashbabe , gelesen. Ich war am Montag mit meinem Zwergkaninchen Taro beim Arzt - und musste ihn einschläfern lassen. Ich kann jetzt einigermaßen darüber schreiben/nachdenken ohne gleich loszuheulen, deshalb mal die ganze Geschichte:
Meine Tante
heide_kraut und mein Freund sind mit mir hingefahren. Meine Tante war so lieb, mich zu fahren, da wir kein Auto hatten. Taro hatte seit einigen Tagen nur Salat gefressen, deshalb dachten wir, er habe vielleicht etwas mit den Zähnen. Deshalb hatt Mum gleich am Montag einen Termin ausgemacht.
Dort angekommen mussten wir etwas warten, und Taro war recht aufgeregt. Er war zwar gerne in seiner Box, aber darin rumgetragen werden - no way!
Im Behandlungsraum wurde er erst einmal abgetastet und abgehört. Da die Ärztin das gleiche vermutete wie ich (das mit seinen Backenzähnen), wurde er von der Arzthelferin fest in ein Handtuch gewickelt und auf den Rücken gelegt. Die Arzthelferin hat ihn die ganze Zeit festgehalten. Da Taro es wohl nicht mochte, dass man ihm mit einer Zange den Mund aufhielt und in seinem Mund seine Zähne abschleift (ich kann ihn verstehen), hatt er versucht sich zu wehren. Naja, er hatt halt kräftig mit den Hinterbeinen geschlagen. Als die Ärztin dann fertig war, wurde er wieder ausgewickelt und auf die Waage gesetzt. Ich habe bemerkt, dass er recht komisch da hockte. Ich dachte schon er macht aus lauter Frust auf die Waage. Aber als die Arzthelferin Taro-chan wieder auf den Behandlungstisch setzte, konnte er einfach nicht richtig sitzen. Und er hatt Urin verloren. Und er hatt nichts gespürt, als die Ärztin ihn in die Hinterbeine gezwickt hatt. Ich hab in dem Moment ziemlich Panik bekommen - und auch nicht zu Unrecht. Die Ärztin machte dann gleich Röntgenaufnahmen von ihm, und das Ergebniss: Er hatt so stark ausgeschlagen, dass er sich das Rückrat gebrochen hatt und Querschnittsgelähmt war. Und wie sie sagte, und ich es wusste, war das kein Leben für einen Hasen. Ich musste ihn einschläfern lassen.
Nakhon und ich gingen dann mit Taro in einen seperaten Raum, wo wir uns von ihm verabschieden konnten. Ich war total fertig. Da dachte ich, dass es Taro wieder besser gehen würde, und dann endete es darin. Nakhon war auch fertig. Das war einfach zu viel für uns beide gewesen. Als Taro dann die Einschläferungsspritze bekommen hatte, habe ich ihn auf den Arm genommen und Nakhon und ich haben ihn so lange gestreichelt, bis er eingeschlafen war. Ich bin froh, dass ich bei ihm sein konnte. ich wollte nicht, dass er alleine stirbt, sondern bei seiner Familie. Ich hoffe, dass er jetzt irgendwo ist, wo er wieder frei hoppeln kann. Und gaaaaaaanz viel futtern.
Da Mum meinte, die Ärztin sei an dem ganzen Schuld:
Ich persönlich kann niemandem die Schuld geben. Die Ärztin meinte, dass sei das erste Mal passiert, und dass sich ihre Assistentin jetzt total den Kopf machen würde. Sie waren auch alle ganz lieb zu mir. Aber ich muss Mum zustimmen, ich würde trotzdem nicht mehr zu ihr gehen. Das Vertrauen ist einfach futsch. Aber bei anderen Ärzten werde ich in Zukunft wahrscheinlich auch x-mal nachfragen, ob es bei einer routine Risiken gibt.
Ach, es ist jetzt irgendwie schrecklich leer in unserem Zimmer. Den Käfig hab ich am Dienstag schweren Herzens weggeräumt. Ich ertappe mich immernoch selbst dabei, wie ich morgens "Morgen Taro!", oder abends "Nacht, Taro!" oder während des Tages einfach "Hey, Taro, Wie gehts?" sagen will. Oder zu Nakon sagen will "Ich lass mal Taro raus!".
Mir fehlt der kleine Querkopf echt. Ich hab ihn sehr lieb gehabt.